Rojava - Frühling der Frauen

 

Ausstellung und Veranstaltung

    

  Hier der Veranstaltungsflyer zum Download

Die Ausstellung ist aus einer Reise nach Rojava/Nordsyrien mit der Frauenstiftung WJAR im Dezember 2015 entstanden. Sie vermittelt einen Einblick in die gesellschaftlichen Entwicklungen in Nordsyrien mit dem Fokus auf die Kämpfe und Errungenschaften der Frauenbewegung.

Seit dem 20.1.2018 wird die Stadt Afrin in Nordsyrien vom türkischen Militär und jihadistischen Verbündeten angegriffen.

Im Rahmen der Ausstellung "Rojava - Frühling der Frauen" wird Meike Nack von der Stiftung der freien Frauen in Rojava auf die Entwicklungen in Nordsyrien eingehen sowie das Modell des Demokratischen Konföderalismus in einem kurzen Referat vorstellen, um dann gemeinsam über Perspektiven - u.a. auch über eine internationale Frauenperspektive - zu diskutieren.


Montag, 19. März 2018 - 19. 30 Uhr              

Evangelische Erwachsenenbildungsstätte (EEB)
Herzog-Reichard-Str. 30 - 55469 Simmern;
Einlass für Ausstellung: ab 19.00 Uhr


Die Ausstellung ist auch zu sehen:

10. März 2018 beim Frauenfest im Schloss in Simmern
14. März 2018 Wochenmarkt Kastellaun
15. März 2018 Wochenmarkt Simmern
27. März 2018 Pro-Winzkino Simmern

Seit dem 20.01. 2018 wird die Stadt Afrin in Nordsyrien vom türkischen Militär und seinen jihadistischen Verbündeten bombardiert und mit Bodenoffensiven angegriffen, u.a. mit deutschen Leopard 2- Panzern. Schon 2013 und 2014 versuchten islamistische Gruppierungen mit Unterstützung der Türkei und der IS Afrin zu besetzen.
Wir möchten mit der Ausstellung zeigen gegen wen und was sich diese Angriffe richten.
 

 

Die Revolution ist eine Frage der Frauen

 

Inmitten des Krieges haben die Menschen in Nordsyrien ein bemerkenswertes demokratisches Gesellschaftsmodell entwickelt. Es basiert u.a. auf einer basisdemokratischen Selbstverwaltung der Bevölkerung in Räten, dem gleichberechtigten Zusammenleben aller religiösen und ethnischen Gruppen und - als zentralem Element – der Befreiung der Frauen. Entsprechend nehmen Frauen in der Revolution eine führende Rolle ein und haben in allen gesellschaftlichen Bereichen wichtige Veränderungen erkämpft.

 

Landwirtschaftskooperative in Amûdê

 

Die lokalen AkteurInnen, die aus den unterschiedlichen gesellschaftlichen Gruppierungen wie christlichen, ezidischen und muslimischen Verbänden, Parteien und zahlreichen arabischen, assyrischen, armenischen, kurdischen und turkmenischen Kräften bestehen, haben eine Stabilisierung der Region entgegen aller Kriegsfolgen erreicht. Tausende von Menschen gestalten das Leben dort mit und schaffen Bedingungen für ein lebenswertes Leben in ihrer Region, statt sich auf die gefährliche Flucht zu begeben.
Innersyrische Flüchtlingscamps wie Ain Isa wurden weitgehend durch Afrin versorgt. Frauen organisieren sich in allen Bereichen autonom und sind zudem gleichberechtigt in allen Gremien, Räten und Entscheidungsstrukturen. All dies könnte mit dem Angriff der Türkei auf Nordsyrien wieder zerstört werden. Das Leben von Tausenden von Menschen ist in Gefahr. Es drohen ein Genozid und die Zerstörung von Lebensbedingungen, die Menschen in die Flucht zwingen werden.

In Zeiten, in denen sich Kriege mehren, müssen wir friedensbewegte Menschen aktiver denn je sein.
Wir müssen unsere Werte von Gleichheit, Freiheit und Solidarität für eine Zukunft ohne Krieg und für einen nachhaltigen Frieden stärken.

VeranstalterInnen:
FriedensInitiative Hunsrück; Verein für friedenspolitische und demokratische Bildung e.V.
Frauenforum Rhein-Hunsrück; FrauenNotruf Rhein-Hunsrück e.V.
Marche Mondiale des Femmes in Deutschland
Attac Regionalgruppe Hunsrück-Nahe
Initiative für politische Aufklärung Hunsrück

Kontakt:
FrauenNotruf Rhein-Hunsrück-Kreis e.V.
Mühlengasse 1 - 55469 Simmern
Fon: 06761-13636
mail: kontakt[at]frauennotruf-rheinhunsrueck[dot]de